Little Lady von der Hummelwiese

Little Lady von der Hummelwiese
20.07.1989 - 29.12.2003
(V: Ch. Orora’s Truant - M: Emily Erdbeer von der Hummelwiese)

Tapsi  7 Wochen alt.

Eigentlich war sie die geborene Rentnerin, da ihre Mama Sarah versehentlich auf sie drauf gesprungen ist als sie gerade mal drei Wochen alt war. Dabei wurde Tapsi so unglücklich verletzt, daß sie in ihrer hinteren rechten Pfote durch einen eingeklemmten Nerv kein Gefühl mehr hatte und sie dadurch auch nicht mehr richtig aufsetzen konnte.

Bin ich nicht süß ?

Somit wurde Tapsi während ihrer ersten drei Lebensjahre zu Frauchens Pflegefall. Später kam sie dann mit der Behinderung ganz gut zurecht, sie durfte nur nie so viel laufen - und das ausgerechnet bei ihrem Temperament ! Den Namen “Tapsi” bekam sie natürlich der ollen “Humpelpfote” wegen.

Frechdachs Tapsi

Leider hat sie nie selber Babies bekommen dürfen, dafür war Tapsi aber stets und gerne die lustige Tante, mit der man viel anstellen konnte. Frauchen sagte immer sie hätte den Schalk im Nacken und ständig nur Flausen im Kopf - naja, so ganz unrecht hat sie nicht damit gehabt, das muß man wohl zugeben. Dafür hatte Tapsi aber auch einfach unglaublich viel Spaß am Leben.

Und jetzt erst Recht: WAU ! ! !

Eine weitere Besonderheit von ihr war, daß sie bei “Diskussionen” mit unseren Zweibeinern immer das letzte Wort behielt!

'Hans Dampf in allen Gassen' und das sogar noch mit 13 Jahren und 6 Monaten !

Tapsi sorgte immer mal gerne wieder für ein bißchen Stimmung in der Bude und ließ sich dafür sogar eine ganze Menge einfallen. Die schrillsten Begeisterungsschreie erntete sie immer dann von den Zweibeinern, wenn sie ihren wundervoll schmutzigen Bart gerade erst in den Wassereimer getaucht hatte und ihn dann an Hosenbeinen, Kissen, Decken oder an der Couch trockenreiben wollte. Eine andere tolle Idee von ihr war: nach einem Bad in einer Schlammpfütze anschließend ganz rasch zu Frauchen ins Bett zu hüpfen ! Man glaubt gar nicht wie schnell die dann plötzlich hoch kam!!! So verbrachte Tapsi ihre Zeit gerne damit sich neue Streiche auszudenken und ließ dadurch alle um sich herum vergessen, daß sie für so etwas eigentlich schon hätte zu alt sein müssen.

Trotz ihrer Behinderung und den damit verbundenen späteren “Alterswehwechen”, war Tapsi bis zuletzt eine Kämpfernatur und hat sich niemals unterkriegen lassen. Allen Unkenrufen zum Trotz ist sie 14 Jahre und 5 Monate alt geworden, bevor sie sich auf den Weg über die Regenbogenbrücke begab, wo sie nun endlich ohne jede Einschränkung mit all unseren anderen unvergessenen Lieblingen rennen und toben kann, wie sie es auch hier bei uns schon immer so gerne getan hätte.
Tapsilein, wir wünschen und gönnen dir von Herzen diese Freude, aber wir alle hier vermissen dich ganz schrecklich!

Tapsi im Dezember 2003